Runflat Reifen

Sicher unterwegs mit Runflat Reifen

Sie heißen Runflat, PAX, DSST, ZP, RFT, SSR, EMT, CSR oder Eufori und ermöglichen eine sichere Weiterfahrt auch noch bei komplettem Luftverlust im Reifen.
Die Idee von Reifen mit Notlauf-Eigenschaften stammt aus dem Motorsport: Mit ihnen sollte auch bei Schäden der Reifen eine sichere Weiterfahrt ermöglicht werden. In den letzten Jahren gewinnen die Notlauf-Reifen auch bei Serienautos immer mehr an Bedeutung.

Run Flat Reifen
Die eingesetzten Systeme sind dabei verschieden. Zum einen die sogenannten Runflat-Reifen, bei denen nach Reifenschäden in Gefahrenstellen, typischerweise nachts oder bei schlechtem Wetter, keinerlei Aktionen wie Reifen wechseln oder Dichtmittel einfüllen mehr notwendig sind – man kann einfach mit verminderter Geschwindigkeit bis zur nächsten Hilfemöglichkeit weiterfahren. Durch verstärkte Reifenseitenwände, zusätzliche Einlegestreifen und hitzefeste Gummimischungen ermöglicht der selbsttragende Reifen auch in drucklosem Zustand die Weiterfahrt für eine begrenzte Distanz bei maximal 80 km/h. BMW zum Beispiel setzt dieses System teilweise schon serienmäßig ein. Firmensprecher Michael Ebner: "Bei einem schleichenden Druckverlust beträgt die Reichweite bis zu 1000 Kilometer. Selbst bei völligem Druckverlust kann der Fahrer je nach Beladung noch rund 150 Kilometer zurücklegen. ABS, ASC und DSC bleiben voll funktionsfähig. Reifenwechseln um Mitternacht auf der Autobahn gehört somit der Vergangenheit an."
Nachteile: Schlechterer Komfort, höheres Reifengewicht, außerdem sind sie geringfügig teurer als herkömmliche Reifen.

Runflat Reifen Technik
Runflat-Reifen sollten nur auf Autos verwendet werden, die eigens für Runflat-Eigenschaften ausgelegt sind und dürfen nur in Verbindung mit einem funktionierenden Reifendruckkontrollsystem montiert werden. Die Montage selbst sollte in einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Eppel: "Reifendruckkontrollsysteme sind bei Runflat-Bereifung vorgeschrieben. Ein unbedarfter Fahrer merkt einen luftlosen Runflat-Reifen bei gerader Straße kaum. Der ÖAMTC plädiert aber dafür, dass alle Neuwagen mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet werden. Dadurch könnte ein schleichender Druckverlust rechtzeitig erkannt und ein Reifenschaden vermieden werden."
Neben Runflat-Reifen gibt es noch andere Notlauf-Systeme wie PAX von Michelin oder CSR von Continental. Diese haben allerdings eine eher geringe Verbreitung, an ihrer Verbesserung wird fieberhaft getüftelt. Günstig und auch bei Standardbereifung einsetzbar: Pannensets für kleinere Schäden. Experte Eppel: "Diese haben allerdings den Nachteil, dass bei Reifenschäden Aktionen wie Reifen aufpumpen oder Dichtmittel einfüllen auch bei Gefahrenstellen, zum Beispiel mitten in einer Baustelle, notwendig sind.