Winterreifen

Winterreifen sind mehr als nur Reifen, Winterreifen leisten einen aktiven Schutz für Sie und Ihre Umwelt.

Ob Nasse oder Trocken Straßen, niedrige Temperaturen, Schnee und Eis – nichts ändert sich so schnell wie das Wetter im Winter. Ein Winterreifen sollte also bei winterlichen Bedingungen als auch bei trockener Fahrbahn Sicherheit bringen. Die  vier runden dinger auf Ihrem Auto, leisten im Winter professionel Arbeit und gewährleisten, dass Sie von A nach B Sicher ankommen. Sicher erleben Sie jedes Jahr die gleichen Scenen, sobald es Schneit, faängt das Chaos an, autos stehen quer oder liegen schon im Graben. Immer wieder wenn Sie dies sehen, denken Sie sich – mit Winterreifen würde dies nicht passieren, also sind Winterreifen eine Investition, die sich lohnt.

Auf die Gummimischung kommt es an
Für einen Winterreifen ist die Leistungsfähigkeit auf Schnee und Eis, entscheidend. Damit die Reifen auch bei niedrigen Temperaturen griffig und flexibel bleiben, haben sie eine spezielle Gummimischung, die bei kalten Temperaturen weniger verhärtet und sich so optimal an die Fahrbahnoberfläche anpasst.

Winterreifen verfügen über das richtig Profil
Winterreifen haben Profile mit tausenden von Feineinschnitten, den sogenannten Lamellen. Diese befinden sich in den Profilblöcken. Die Lamellen sorgen dafür, dass sich die Antriebs- und Bremskräfte, durch Öffnen und Schließen besser auf die Straße übertragen und somit für mehr Grip sorgen.

Winterreifen schützen vor Aquaplaning
Aquaplaning entsteht, wenn die Fahrbahn von einem durchgehenden Wasserfilm bedeckt ist (z.B. durch Schmelzwasser im Winter), der bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr vom Reifen verdrängt werden kann. Aquaplaning führt zum Verlust der für das Spurhalten, Lenken, Bremsen und Beschleunigen benötigten Reibung.

Woran Sie Winterreifen erkennen
Jeder für den Winterbetrieb freigegebene Winterreifen verfügt über ein Schneeflockensymbol, die in einem Test eine gewisse Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen. Das Schneeflocken-Symbol kennzeichnet also Reifen, die speziell für den Wintereinsatz konzipiert wurden.

Schneeflocke in Winterreifen

Fahrtipps im Winter
- Bewegen Sie sich vorausschauend im Straßenverkehr.
- Vermeiden Sie extreme und ruckartige Lenkbewegungen.
- Beschleunigen Sie mit Bedacht und fahren Sie in gemäßigtem Tempo.
- Halten Sie ausreichend Abstand zu Ihrem Vordermann.
- Nutzen Sie die zusätzliche Bremsleistung Ihres Motors.
- Wählen Sie an Steigungen einen höheren, im Gefälle einen niedrigeren Gang als bei Trockenheit, um ein Blockieren der Räder zu verhindern.


Anders als bei Sommerreifen ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheines, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M+S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die übrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können. Im Gegensatz zu den meisten Sommerreifen sind Winterreifen in der Regel mit einer vorgegebenen Drehrichtung versehen, welche bei der Montage zu beachten ist.

In Deutschland ist in diesem Fall ein Aufkleber mit dem Aufdruck „XXX km/h“ Ms-aufkleber in Winterreifen im Sichtbereich des Fahrers anzubringen. Auch in manchen Ländern, in denen ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gilt, ist diese Kennzeichnung vorgeschrieben. Diese Geschwindigkeitsgrenze muss beachtet werden, da schlauchlose Reifen bei zu hoher Geschwindigkeit Luft verlieren können, oder sich sogar die Lauffläche von der Karkasse lösen kann. Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h), in fast allen Reifendimensionen angeboten. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreiem und trockenem Asphalt, vor allem bei höheren Temperaturen, ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen.

Zu beachten ist zudem die teilweise reduzierte Tragfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten: Beispielsweise darf ein Reifen der Klassifizierung V lediglich mit 85 % der angegebenen Nominaltragfähigkeit belastet werden, wenn denn vorgesehen ist, die 240-km/h-Grenze wirklich auszunutzen.

Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich die Hafteigenschaften auf Schnee deutlich. In Österreich muss deshalb ein Winterreifen neben einer M&S-Kennzeichnung auch noch mindestens 4 mm Profiltiefe aufweisen. Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen als Sommerreifen.